|
News 09/03/10

Team League 2009/2010 - Proteste entscheiden das Finale
Endlich! Das Finale der diesjährigen Edition der Team League ist am vergangenen Sonntag gefahren worden.
Obwohl diverse Protestentscheidungen noch ausstehen und somit der Gewinner der Team League 2009/2010 noch offen ist, lässt sich schon jetzt sagen, dass nach vier Monaten engen, teils harten Kämpfen am Ende das australische Team Aussiemite unter dem Kapitänsduo Peter Crooke, crookedpete aka CRO, und Brenton O’Brien, Aus26, und das Team Euro Stars Team Yellow unter Teamkapitän Darren Abdilla, Junior Malta, zu Recht im Finale standen.
Das temporäre Ergebnis von 5:2 zugunsten von E.S.Team Yellow täuscht darüber hinweg, dass beide Teams erstklassige Teamracemannschaften sind und auch in der aktuellen Ausgabe der WTRC mit einer Rennstatistik von 9 Siegen und 0 Verlusten ihrer Favoritenrolle bisher gerecht werden.
Alle Rennen zeugten von spannenden Duellen um jede Position und verliefen wie folgt.

Nach einem äußerst engen Start ging Aus26 als erster über die Linie, gefolgt von Jnr und TiG, beide in Kontrolle über ihre Gegner CRO und WILL. Etwas dahinter SGD, allerdings mit freiem Wind. Nachdem das gesamte Feld auf Port Bug gewendet hatte, war es nur eine Frage der Zeit, wann SGD mit Steuerbordvorteil ins Rennen eingreifen würde. Nach diversen Wendeduellen kam das gesamte Feld von rechts zur ersten Luvmarke. Da jedoch der Führende Aus26 wie auch sein Verfolger SGD weit unter der Laylinie lagen, kam es zum ersten Zwischenfall.
Davon profitierend setzte TiG als erster den Gennaker, dicht gefolgt von allen drei Aussiemite-Booten. Die misslungenen Rundungen der anderen beiden Yellow-Boote und insbesondere die einminütige Verspätung von SGD ließen einen frühen Rennentscheid vermuten. Dennoch gelang es dem Yellow-Team unter Aufbringung aller Kräfte im letzten Leg, CRO auf die letzte Position zu bringen. Damit war Team Aussiemite gezwungen, von TiG abzulassen und Position vier zurück zu erobern.
Dies führe aber letztendlich zu einem Zieleinlauf mit allen Yellows auf den Plätzen eins bis drei.
Nach diesem ersten Schlagabtausch war schon früh klar, dass kein Team die Oberhand über das Finale haben sollte. Somit war die Stimmung gespannt und eventuell Grund dafür, dass beim zweiten Start die Hälfte der Boote vor dem Schuss über die Linie ging. Dadurch, dass das ausgewechselte Yellow-Boot Ljs sich nicht von CRO freihalten konnte, startete es mit einem Rückstand von über einer halben Minute ins zweite Rennen. Einzig allein TiG mit Steuerbugwegerecht war in der Lage, den beiden auf der linken Seite gestarteten Aussiemites Paroli bieten zu können. Nach mehreren Wendeduellen unterwendete Aus26 an zweiter Stelle liegend schließlich TiG, um seinen Teamkollegen CLA ein Kreuzen von links zu ermöglichen. Es folgte ein einminütiges Luvduell zwischen Aus26 und TiG, indem es Aus26 nicht gelang, Freiraum zum Wenden zu erlangen.
Infolgedessen war es Jnr möglich, aufzuschließen und die erste Luvmarke vor den beiden zu runden. Damit war der Grundstein gelegt, um auf den beiden darauf folgenden Legs Ljs auf die vierte Position zu bringen.

Ein Konter von Team Aussiemite allerdings brachte Jnr wieder auf die letzte Position, sodass das letzte Leg des Rennens die Entscheidung bringen musste. Kurz vor dem Finish lag Team Yellow viel versprechend auf den Plätzen zwei bis vier, verloren durch ein internes Missverständnis aber das Rennen auf der Ziellinie.

Ein erneuter Frühstart von Ljs im dritten Rennen machte den äußerst viel versprechenden Start von Team Yellow zunichte und führte zu einem offenen Rennen für beide Seiten. Nach einem Splitstart mit Aus26 und TiG auf der linken und dem Rest des Feldes auf der rechten Seite rundete CLA mit großem Abstand als erster die Luvmarke, gefolgt von Jnr, der mit einer Trap das restliche Feld zusammen führte.
Durch ein misslungenes Luvmanöver rundete Ljs eine Minute später die Tonne als der Führende. Ein Dejavugefühl an das erste Rennen kam auf und tatsächlich schaffte es das Yellow-Team innerhalb eines Legs Ljs wieder an das Feld heran zuführen.
Kurz vor der letzen Luvmarke schied Jnr an dritter Position liegend durch einen Disconnect aus. Mit CLA auf dem ersten Platz gab Team Yellow schließlich das Rennen auf. Dennoch wurde das Rennen bis zum Ende gefahren um Jnr Zeit zum Wiedereintritt ins Spiel zu geben.
Quasi in letzter Sekunde kam Jnr zurück an die Startlinie für das vierte Rennen. Der zwischenzeitliche Stand von 2:1 für Team Aussiemite ließ das Pendel Richtung Australien schlagen. Obwohl alle Boote nahezu gleichzeitig in einer Reihe über die Linie gingen,

war es Team Yellow, die ihre Boote am Kommitteeboat positioniert hatte und so den ersten Upwindbeat bestimmen konnte. Somit verwunderte es nicht, dass die Yellows mit TiG die Luvmarke als erste erreichten. Durch ein erneutes Kommunikationsproblem zwischen den Yellows war es Team Aussiemite möglich, mit WIL an die zweite Position zu gelangen.

Ein Zwischenfall zwischen CLA und Ljs führte zu weiteren Positionsverlusten des Teams Yellow, so dass auf dem ersten Downwindbeat Team Aussiemite auf dem zweiten, vierten und fünften Platz in ausgezeichneter Angriffstellung lag. Nach engen Halsenduellen im vorderen Feld konnte TiG mit einem umstrittenen Manöver die Yellows auf die beiden ersten Positionen bringen.
Auf dem darauf folgendem Upwindbeat zog sich das Feld weit auseinander. Ein Rechtsdreher ermöglichte es somit dem australischen Team, die zweite Position mit Aus26 zurück zu erobern. Gedeckt von TiG konnte Aus26 allerdings keinen Vorteil daraus ziehen. Nachdem Team Yellow die letzte Luvmarke auf den beiden vorderen Positionen liegend gerundet hatte, gaben sie das Rennen nicht mehr aus der Hand, somit blieb Team Aussiemite nur noch die Position drei bis fünf.
Nachdem das E.S.Team nach vier Rennen ausgeglichen hatte, stieg die Spannung ins Unermessliche. Diverse Zuschauer hatten sich inzwischen eingefunden, um das Zusammentreffen von den europäischen Frühaufstehern gegen die australischen Nachteulen beizuwohnen. Nach einem nahezu identischen Start mit dem ersten Rennen kontrollierte Team Yellow das erste Leg und beendete das fünfte Rennen ohne besondere Vorkommnisse auf den vorderen drei Plätzen.

Anstatt frühzeitig zu resignieren, drängte Australien auf einen schnellen Start des vorletzten Rennens. Nach dem Schuss waren CLA und CRO allerdings über zehn Sekunden zu spät über die Linie gegangen

und haben es Team Yellow erneut möglich gemacht, mit allen drei Booten als erste die Marke zu erreichen.

Eine umstrittene Situation zwischen Aus26, Jnr und SGD beim Runden führte zu einem Positionswechsel auf dem dritten Platz zu Gunsten der Australier. Dennoch war es Team Aussiemite bis zum Ende des Rennens nicht möglich, TiG und SGD von den vorderen beiden Plätzen zu verdrängen.
Aufgrund der Proteste in den vorangegangenen Rennen war es von Nöten ein siebtes, eventuell entscheidendes Rennen auszutragen. Erneut dominierte Team Yellow durch einen guten Start am Komiteeboot, unterstützt durch einen Frühstart seitens Aus26. Eine umstrittene Wendesituation zwischen SGD und WIL brachte das australische Team wieder in das Rennen zurück. Aufgrund der Führungsposition von TiG und des letzten Platzes von Aus26 lag die Angriffsrolle allerdings bei Team Aussiemite.
Obwohl WIL und CLA an jeder Rundungsmarke dicht hinter TiG lagen, gelang es ihnen trotz Aufteilung nicht, ein Boot auf die erste Position zu bringen. Da ein spätes Abfangen von SGD und Jnr auf dem letzten Upwindbeat misslang, ging das letzte Rennen des Finales mit den Positionen eins, drei und fünf an das europäische Team.
Somit steht ein vorläufiges Ergebnis von 5:2 zu Gunsten von Euro Stars Team Yellow fest, welches eventuell durch mehrere Proteste seitens von Team Aussiemite modifiziert werden wird.
Abschließend lässt sich sagen, dass die diesjährige Team League trotz diverser umstrittenen Protestentscheidungen faire und spannende Rennen gezeigt hat. Unabhängig von den ausstehenden Juryentscheidungen haben beide Finalisten bewiesen, dass sie zu den engsten Favoriten um den Titel des Teamraceweltmeisters gehören.
Alle Replays sind zum Anschauen im Downloadbereich auf VSKFun herunterladbar.

Team League 2009/2010 - Protests will decide the Finals
Finally! The final of this year's edition of the Team League has been sailed on last Sunday.
Although various protest decisions are still awaited and therefore the winner of the Team League 2009/2010 is still open, one can already say that after four months of tight sometimes hard fighting finally the Australian team Aussiemite under the captain duo Peter Crooke (crookedpete aka CRO)/Brenton O'Brien (Aus26) and the team Euro Yellow Stars Team with captain Darren Abdilla (Junior Malta) prooved to have deserved their right to be in the final.
The temporary result of 5:2 in favor of Yellow ESTeam conceal the fact that both teams are first-class teamrace teams and even in the current issue of WTRC the race statistics of nine wins versus zero losses for both of the teams losses meet their role as the top favorites.
All races testified exciting duels for every position, and proceeded as follows.

After a very tight start Aus26 went first across the line, followed by Jnr and TiG, both in control of their opponents CRO and WIL. SGD followed slightly behind, but had free wind. After the entire field had tacked to port bow, it was only a matter of time before SGD would interfere into the race with starboard advantage. After a series of tacking duels in the entire field it came from the right to the first windward mark. However, as both the leader Aus26 and his pursuer SGD as well were far below the laylinie led to the first incident.
TiG as profiteur of it was the first to set the gennaker followed by all three Aussiemite boats. The roundings of the other two unsuccessful Yellow boats and in particular the one-minute delay of SGD have suggested an early race decision. Nevertheless the Yellow Team by making all efforts managed in the last leg to get CRO to the last position. Thus Aussiemite was forced to desist from TiG and reconquer position four.

However, this ultimately leads to a finish with all the yellows in positions one through three.
After this first exchange of blows it was realized very early that no team should have the upper hand over the final. Thus, the mood was tense and possibly a reason for that at the second start half of the boats were over the line before the gun. Because Ljs has not been able to keep free of CRO, Ljs started with a backlog of over half a minute into the second race. TiG was the only one with starboard right in a position to be able to offer some resistance both Aussiemites started on the left side. After several turn of duels Aus26 in second place leebowed TiG in order to allow his mate CLA to cross from the right. This was followed by a one-minute luffing duel between Aus26 and TiG. Aus26 failed to obtain clearance for tacking in front of TiG.
As a result, it was possible for Jnr to pass and round the upwind mark as second and TiG as third. By that the cornerstone was laid for bringing Ljs to the fourth position during the next two legs.
A counterstrike of Team Aussiemite however brought Jnr back to the last position, so the last leg of the race had to make the decision. Shortly before the finish it was Team Yellow being in places two to four, but lost the race on the line by an internal misunderstanding.

Another early start from Ljs in the third race avoided a very promising start from Team Yellow and led to an open race for both sides. After a split start with Aus26 and TiG on the left and the rest of the field on the right side CLA rounded the windward mark as the first with a large distance to Jnr, who set a trap in order to get the rest of the field together.

Because of a failed luffing maneuver Ljs almost rounded one minutes later than the leader. A feeling of dejavu to the first race came up and Team Yellow actually managed within on leg to get Ljs back in the game.
Shortly before the last windward mark Jnr lying in third position suffered a disconnection. With CLA in the first place the Yellows finally gave up the race. Nevertheless, the race was run until the end to allow Jnr time to rejoin the game.
Quasi at the last second Jnr returned to the starting line for the fourth race. The intermediate standing of 2:1 set the pendulum beat in direction to team Aussiemite. Although all the boats started nearly simultaneously in a row,

it was team Yellow, who had positioned its boats at the committee boat and was able to determine the first upwind beat. Thus, it was not surprising that the Yellows with TiG in the lead reached the windward mark first followed by his team mates. By another communication problem within team Yellow it was possible for Aussiemite to gain with WIL the second position.

An incident between CLA and Ljs led to further position losses for Team Yellow, so on the first downwind beat Aussiemite was on the second, fourth and fifth place in an excellent attacking position. After narrow gybing duels in the front field TiG did a controversial maneuver and gained the first two positions for his team.
On the following upwindbeat the fleet spread widely across the racefield. Eventually a right shift enabled Aus26 to regain the second position. Covered by TIG Aus26 was not able to take advantage of it. After rounding the windward mark on the two front positions team Yellow did not gave the race out of hands, so the only places remained to team Aussiemite were the position of three to five.
After the ESTeam had settled the score after four races to 2:2, the tension rose immeasurably. Several spectators had gathered now to attend the meeting of the European early risers against the Australian night owls. After an almost identical start with the first race, team Yellow controlled the first leg and finished the fifth race without incidents on the first three places.

Instead of resigning early Australia pushed for a quick start of the penultimate race. After the gun CLA and CRO however were more than ten seconds too late over the line,
thus again it was possible for team Yellow to reach the first mark with all three boats in front of the Aussimites.
A controversial situation between Aus26, Jnr and SGD during the rounding led to a change of position in third place for the benefit of the Australians. But it was not possible for the Aussiemite team to prevent SGD and TiG to finish the race in position one and two.
Due to the protests in the previous races there had to be sailed a seventh and possibly decisive race. The Yellow team again dominated the race by doing a good start at the committee boat, supported by a jump start of Aus26. A controversial tacking situation between SGD and WIL led the Australian team back in the race. Because of TiG in the lead and Aus26 on the last place the offensive role however went to the Aussiemite.

Although WIL and CLA were close behind TiG at each rounding mark TiG they did not succeeded although they split up in bringing a boat on first position. As a late interception of SGD and Jnr in the last upwindbeat failed the last race of the final went with the positions one, three and five to the European team.
The preliminary result of 5:2 in favor of Eurostars Team Yellow might be modified by several protests on the part of team Aussiemite.
Finally, it can be said that this year's Team League has shown fair and exciting racing despite various controversial protest decisions. Regardless of the pending jury decisions, both finalists have proven that they are among the favorites for the title of the Team Race World Champion.
All replays can be downloaded from the download section on VSKFun.
|